Dahoam is Dahoam in Mittenwald
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt 10. Mai 2011
von Tomaschek
Mittenwald – Eine lustige, ganz normale Golfertruppe, die sich auf der Anlage einen schönen Nachmittag macht – hätte man meinen können.

Eine lustige, ganz normale Golfertruppe, die sich auf der Anlage einen schönen Nachmittag macht – hätte man meinen können. Leicht zu erkennen waren die Frauen und Männer jedenfalls nicht, die in der Kuranlage Puit den Schläger in die Hand nahmen. Trotzdem sind sie zigtausend Fernsehzuschauern ein Begriff, dann allerdings nicht im Freizeitlook, dafür aber top geschminkt. Denn es waren die Schauspieler der beliebten Serie „Dahoam is dahoam“, die sich beim Spielgolf amüsierten, mittendrin Schauspieler und Lokalmatador Hermann Giefer. Diesmal ganz privat, ohne Kameras, Beleuchtung und Aufnahmetechnik.
„Es war allerhöchste Zeit für einen lockeren Treff in der Freizeit“, erzählt Giefer, der seit vielen Jahren schon in Mittenwald wohnt. Also lud er seine Kollegen in seine Heimatgemeinde ein. Damit die rund 25 illustren Gäste von Mittenwald und seiner schönen landschaftlichen Umgebung einen Eindruck bekommen, hat Giefer sie zunächst nach Elmau chauffiert. Von dort aus ging´s für die Schauspiel-Schar zu Fuß entlang des Ferchenbachs, vorbei am Ferchen- und Lautersee zur Spielgolfanlage von Kati und Thomas Kinateder in der Puit.
„Eine Superidee“, findet Werner Rom. „Für mich ist das fast ein Heimspiel.“ Denn die familiären Wurzeln des Bürgermeisters des fiktiven Fernsehortes Lansing, Lorenz Schattenhofer, liegen nämlich in Mittenwald. Auch seine Kollegin Heidrun Gärtner (Annalena Brunner) kennt die Marktgemeinde bereits. Mit dabei waren auch der Produzent Markus Schmidt-Märkl und einer der Regisseure, Garry Grabowski.
Dann wird´s ernst: „Jetzt spielen wir ein Turnier“, eröffnet Giefer den versammelten Kollegen. Damit es auch ein wenig zur Fernsehgeschichte passt – schließlich steht die Dorfbrauerei in Lansing im Mittelpunkt der TV-Serie – bringt sich auch die örtliche Brauerei ein. Sie hatte zwei Fässer Bier spendiert, von denen sich eines der treffsichere Werner Rom als souveräner Sieger des Turniers sicherte. „Eine saubere Leistung“, bescheinigt ihm Giefer. „Er wurde damit Tagesbester und verbesserte den Bahnrekord von bisher 47 auf 43 Schläge.“
Den Sonnenuntergang genoss er dann wieder allein mit Ehefrau Sofia. Sein Dahoam-is-dahoam-Team hatte seine Heimat längst wieder verlassen. Für Hermann Giefer steht fest: „Das machen wir bestimmt wieder.“ Denn „dahoam“ in Mittenwald ist es wirklich am allerschönsten.










